Faszination Kochen UG | Plan

Der Plan

Pflanzen, Tiere und Energie.

Die Entstehung einer nachhaltigen Plantage im Prinzip vom Acker bis zum fertigen Produkt ist komplex. "From the farm to the fork", Lebensmittels selbst anbauen, verarbeiten und vermarkten, ist die Zukunft. Dafür suchen wir einheimische und alte Pflanzensorten, die nach einer Kombination aus traditionellen und modernen Landwirtschaft angepflanzt werden. Sind die Nutzpflanzen gut angewachsen und tragen ausreichend Früchte, sind Tiere als natürlicher Unkrautvernichter, Dünger und schlussendlich zur Lebensmittelproduktion vorgesehen. Im Bereich der Verarbeitung fällt natürlich einen großen Energieverbrauch an. Diese Energie sollte aus erneuerbaren Energie erzeugt werden. Eine Solar- und Windkraftanlage generiert die benötigten Energie.

Auch die Gesellschaft soll positiv beeinflusst werden. Arbeitsplätze mit fairen Löhnen stärken die Region. Zusätzliche Steuereinnahmen und kaufkräftige Mitmenschen, die lokale Unternehmen als Kunde unterstützen, entstehen. Der Austausch neuer Idee und Methoden verbreiten sich und bewirken hoffentlich ein Umdenken.


Phase I Phase II Phase III

PHASE I

Die erste Phase dieses Mega-Projektes ist der Anbau der Nutzpflanzen. Bereiche Suche und Auswahl, Anbautechniken und Pflege sowie Ernte sind Teil dieser Phase. Ein weiterer, wichtiger Bereich ist die Bürokratie. Welche Gesetze und Verordnungen müssen eingehalten werden. Naturschutz, Lebensmittelgesetze und Landwirtschaftliche Verordnungen sind zu beachten. Wir können aber mit Freuden sagen, dass unsere eigene Gartenmeisterin Feuer und Flamme für dieses Projekt ist.

Pflanzensorten

Die erste Frage, die wir uns gestellt haben, ist "Welche Nutzpflanzen bauen wir an?". Darauf hin sind viele Kriterien bezüglich Regionalität, Beständigkeit, Geschmack, Verwendungsmöglichkeiten, um nur einiges zu nennen, entstanden.

Kriterien
  • überwiegend aus der einheimischer Natur
  • alte Sorten
  • Beständigkeit
  • krankheitsresistent
  • symbiotische Eigenschaften
  • keine Superpflanzen
  • keine Gentechnik
  • guter, abwechslungsreicher Geschmack
  • leichte Pflege, Ernte & Verarbeitung
  • wirtschaftlich

Nach endlosen Diskussionen und Recherchen haben wir uns auf Sorten geeinigt. Es ist schön, dass die meisten alten, einheimischen Pflanzensorten eine natürliche Resistenz gegenüber lokalen Krankheiten entwickelt haben. Zusätzlich haben diese Sorten sich seit Jahrhunderten an das örtliche Klima angepasst. Alte Sorten erzeugen weniger Frucht und sind daher oft weniger anfällig. Der Boden wird weniger ausgelaugt, so dass wenig oder kein Dünger sowie Pestizide benötigt werden. Gentechnik ist ein schwieriges Thema und auch nie ganz zu verhindern. Gentechnisch veränderte Pflanzen können eigene Pflanzen bestäuben und so ihr Genpool einbringen. Gentechnik selber anpflanzen, nein! Warum auch. Sich abhängig von Spezialdünger und -pestiziden machen. Und ursprüngliche Nutzpflanzen weichen steilweise sehr stark vom erwarteten Mainstream-Geschmack ab. Mal sauer, mal süß oder bitter... einfach interessanter, vielleicht auch besser.

Auswahl
  • Rhabarber‚ der Sorte "Holsteiner Blut"
    ist eine sehr winterharte Zucht. Seit 1880 ist dieser Rhabarber in Mittelangeln heimisch. Ernte von April bis Juni. Der Geschmack ist süß mit einer leichten Säure. Der robuste Tiefwurzler benötigt viele Nährstoffe und verträgt keine Staunässe.
  • Stacheldrahtrose
    oder besser bekannt als Damaszenerrose zählt zur der Familie der Seidenrosen und stammt ursprünglich aus China. Durch Händler sind Seidenrosen in unseren Breiten seit Jahrhunderten heimisch. Die Rose ist winterhart und sehr resistent gegen Krankheiten. Die Ernte ist etwas kompliziert und kann nur in den Morgenstunden durchgeführt werden.
  • Schwarze Johannisbeere, "Ben Sarek"
    ist in Angeln aufgrund des Winds als Strauch gezogen. Die winterharte Beere kommt aus Großbritannien und ist perfekt an unser nordisches Klima angepasst. Der Geschmack ist vollmundig, säuerlich. Die Ernte erfolgt im Juli bis September. Mehltau und Gallmilben haben keine Chance.
  • Schwarze Johannisbeere, der Sorte "Titania"
    macht ihren Namen Ehre. Die winterharte Pflanze ist gegen fast Allen resistent. Die Kreuzung aus zwei alten Sorten ist seit 1968 sehr beliebt. Der Geschmack ist süßsauerlich und die Beeren werden von Juli bis September geerntet. Die Nordamerikanische Rückkreuzung mit einem Europäischen Eltern hat neue Stämme wie 'Titania' hervorgebracht.
  • Rote Johannisbeere, "Rovada"
    benötigt wenig und kann auf kargen Böden wachsen. Unser Boden ist gut und bringt daher gute Ernten. Die Beeren sind im Juli reif und sehr süß. Die Dolden tragen viele große Beeren ohne das Dünger verwendet werden muss.
  • Rote Johannisbeere, der Sorte "Jonkheer van Tets"
    ist ein Frühblüher und daher etwas gefährdet von Spätfrost. Die Ernte erfolgt bereits im Juni. Sonst ist die Pflanze sehr robust und ideal für die Plantage. Die Sorte hat eine geringe Säure und angenehme Süße. Die Rote Johannisbeere ist seit dem 15. Jahrhundert in unseren Kulturen. Heutige Sorten gehen auf Kreuzungen mit der Felsen-Johannisbeere zurück.
  • Himbeere, "Tulameen"
    ist eine dornenarme Sorte. sie mag es feucht und lockeren Boden. Die Ernte ist von Juli bis August und bringt süß aromatische Beeren hervor. Bei der Himbeere ist nicht viel zu sagen. Sie ist wie Unkraut.
  • Brombeere, der Sorte "Loch Ness"
    hat keine Dornen! Zusätzlich gibt es keine Fruchtfäule aber diese Sorte ist anfällig für Windbruch. Daher wird eine stabile Rankhilfe benötigt. Wie Himbeeren wachsen Brombeeren ins unermessliche und müssen zurück geschnitten werden. Die Früchte sind groß und leicht säuerlich wenn sie im Juli bis September geerntet werden. Brombeeren wurden zuerst im John Innes Centre in Norwich , Großbritannien gezüchtet.
  • Heidelbeere, "Bluetta"
    wächst im Norden auf normalen Böden, im Gegensatz zu ihren Verwandten, die sauren Boden brauchen. Der winterharte Busch ist relativ anspruchslos und wächst schnell. Die leckeren Beere können von Juli bis August geerntet werden. Der Busch ist ursprünglich aus Nordamerika aber schon seit dem 17. Jahrhundert bei uns heimisch.
  • Heidelbeere, der Sorte "Northland"
    wächst wie der Name schin sagt im Norden. Der Boden muss nur leicht sauer und locker sein. Der winterharte Busch ist relativ anspruchslos und mag es feucht. Die leicht säuerlichen Beere können von Juli bis August geerntet werden. Der Busch ist ursprünglich aus Nordamerika aber schon seit dem 17. Jahrhundert bei uns heimisch.
  • Mirabelle, "Von Nancy"
    mag es feucht und sonnig. Der winterharte Busch kann im August geerntet werden. Das saftig feste Fruchtfleisch ist sehr süß. Die Sorte soll im 15. Jahrhundert unter König René von Anjou aus Asien kommend in Frankreich eingeführt worden sein. Seit dem 18. Jahrhundert in Deutschland heimisch.
  • Reneklode, der Familie "Große Grüne Reneklode"
    mag feuchten durchlässigen Boden. Die Ernte ist von August bis September und die Fruchte sind saftig und süß. Die Reneklode ist eine sehr alte Sorte, deren genaue Herkunft und Entstehung unbekannt ist. Als Entstehungsgebiete werden Syrien oder Armenien vermutet. Aber seit Mitte des 15. Jahrhunderts ist die Sorte in Frankreich bekannt.
  • Reneklode, "Graf Athan"
    sind leicht säuerlich und aromatisch. Die Früchte werden von August bis September geerntet. Der Baum mag lockeren Boden und Sonne. Diese alte Sorte hat ein leichten violetten Schimmer und dient als Bestäuber. Die Reneklode wurde zwischen 1850 und 1860 in der Herrschaft Swoyschitz in Böhmen gezüchtet.
  • Walnuss, der Sorte "Lara"
    ist besonders resistent gegen Anthraknose und Bakterienbrand. Der Boden sollte durchlässig und trocken sein. Die relativ kleine Walnuss kann im Juni für Schwarze Walnüsse und im September bis Oktober für Nüsse geerntet werden. Die Nuss ist hell und hat ein cremig-nussigen Geschmack ohne Bitterstoffe. Die italienische Sorte steht für Qualität.
  • Walnuss, "Broadview"
    trägt wunderschöne große Walnüsse mit intensiven Geschmack. Zusätzlich dient diese Sorte als Bestäuber für andere Walnüsse. Die Walnuss kann von September bis Oktober geerntet werden. Der Boden sollte durchlässig und der Standort sonnig sein. British Columbia 1930, gefunden auf der Broadview Farm. Die Walnuss wird seit Jahrzehnten in den Niederlanden als Standardsorte angebaut.
  • Holunder, der Sorte "Haschberg"
    ist ein besonders beständiger Strauch. Seine Dolden können bis zu 1kg schwer werden. Die Blüten werden von Mai bis Juni und die Beeren von September bis Oktober geerntet werden. Die Blüten schmecken besonders blumig und die Beeren sind leicht feinherb. Sie ist eine Wiener Züchtung aus Wildholunder die erstmal 1965 auf dem MArkt erschienen ist.
  • Kiwi, "Issai"
    im Norden?, Ja diese Sorte wächst in kühleren Regionen. Der Standort muss sonnig und warm sein. Der Boden ist feucht und durchlässig. Dieser Strauch braucht eine Kletterhilfe für die übergroßen Fruchte. Die Ernte ist im September bis Oktober. Die Fruchte sind durch das raue Klima leicht säuerlich und grün. Sie ist normalerweise im östlichen Asien beheimatet aber sollte hier auch gut wachsen.
  • Süßkirsche, "Gr. Schwarze Knorpelkirsche"
    der Name ist schrecklich aber der Geschmack ist einfach gut. Die Kirsche braucht eine warme sonnige Lage. Der Boden muss locker und nährstoffreich sein. Die Früchte können im Juli geerntet werden und schmecken angenehm süß. Die leckeren Früchte sind besonders von Vögeln gefährdet. Sie ist eine der ältesten Kirschsorten und stammt aus Frankreich, wo sie 1540 erstmals erwähnt wurde.
  • Sauerkirsche, der Sorte "Köröser Weichsel", schmeckt leicht säuerlich. Die festen Früchte sind ebenfalls von Vögeln gefährdet. Die Lage sollte warm und sonnig sein und der Boden nährstoffreich. Die Ernte ist im Juli zu erwarten. Die Sauerkirsche wird auch ungarische Weichsel genannt, wo sie auch herkommt.
  • Pflaume, "Königin Viktoria"
    aus England (Sussex) und wurde seit 1844 verbreitet. Der Baum benötigt lockeren Boden und ein sonnigen Standort. Die saftigen Früchte können von August bis September geerntet werden.
  • Zwetsche, der Sorte "Hauszwetsche"
    Diese spezielle Halbzwetsche ist haarlos und verliert ihre Süße beim Kochen nicht. Woher die Hauszwetschge eigentliche stammt, darüber ist wenig bekannt. Ihre Verbreitung in Deutschland reicht bis in das 17. Jahrhundert zurück.
  • Birne, "Lucas Alexander"
    wurde erstmals 1874 von der Baumschule Transon in Orléans angebaut und verbreitet. Die wunderschöne und leckere Birne braucht warme und sonnige Standorte. Die Birne ist saftig und süß. leider ist diese Sorte ein schlechter Pollenspender, daher ist es empfehlenswert andere Sorten zu kombinieren.
  • Birne, "Albertine"
    Die Herbstbirne stammt ursprünglich aus Belgien und ist seit 1847 bekannt. Der Geschmack ist zart schmelzend saftig mit einer feinen Süße. Der Baum ist wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Die leckeren Früchte können im Oktober geerntet werden.
  • Birne, "Köstliche von Charneux"
    Die Herbstbirne ist eine alte Birnensorte, die als Zufallssämling entstand. Um 1800 wurde sie in Charneux auf dem Gut Legipont gefunden. Ab 1828 wurde die Köstliche aus Charneux von Wilhelm Walker, Gärtner an der Königlich Württembergischen Land- und Forstwirtschaftlichen Lehranstalt in Hohenheim verbreitet. In den 1920er Jahren war die Köstliche aus Charneux eine der drei Birnensorten, die zu Reichsobstsorten gewählt wurden. Die Sorte brauch guten lockeren Boden und viel Sonne. Der Geschmack ist würzig und süß.
  • Birne, "Rote Williams Christ"
    Der Klassikern unter den Sommerbirnen kann bereit im August geerntet werden. Die saftige Birne hat den typischen feinen Williams Christ-Geschmack. Der Baum gedeiht besonders gut auf lockeren Böden mit viel Sonne. Die ältesten Nachweise der Birnensorte Williams Christ gehen bis etwa 1770 bei London in England zurück.
  • Birne, "Conference"
    Conference ist eine Hauptsorte der Birne. Sie wurde 1895 vom englischen Züchter Thomas Francis Rivers eingeführt. Ihr Geschmack hat ein harmonisches Zucker-Säure-Verhältnis mit zarter Würze. Die Frucht kann im September geerntet werden. Der Busch brauch warme Lagen und lockere, nährstoffreiche Boden.
  • Birne, "Abate Fetel"
    Die Früchte sind saftig süß und fein aromatisch, würzig, typisch für die Abate-Birne. Ernte ist von September bis Oktober, dabei ist zu beachten, dass die Früchte nicht überreif sein dürfen. Der Boden muss humos und nährstoffreich sein. Für eine gute Ernte benötigt sie viel Sonne. Im Jahr 1866 entdeckte sie ihr Namensgeber der Abt Fétel in Frankreich und beschrieb sie 1886 erstmals. Sie zeichnet sich durch frühe und hohe Erträge aus. Ihre Früchte sind bis Januar lagerfähig.
  • Quitte, "Vranja"
    stammt bereits aus dem Jahre 1898 und ist eine alte serbische Kreation des Züchters Nenadovic. Sie benötigt feuchten, tiefgründigen und nährstoffreichen Gartenboden und viel Sonne. Der Geschmack ist süß bis säuerlich, typisch nach Quitte. Die Frucht kann gut zu Marmeladen, Säfte oder Liköre verarbeitet werde.
  • Quitte, "Champion"
    Die Zwerg-Birnenquitte brauch durchlässig, feucht und nährstoffreich Boden und ein sonnigen Platz. Die Ernte der aromatischen süßen Früchte ist zwischen Oktober und November. Die Quitte kommt ursprünglich aus Portugal und sehr insektenfreundlich. Auch als Meisterquitte bekannt, überzeugt diese Sorte mit regelmäßigen und schnellen Erträgen
  • Quitte, der Sorte "Bereczki"
    ist anspruchslos und unkompliziert. Normale Böden und Sonne mehr braucht sie nicht. Die köstlichen Früchte mit einem süß-säuerlichen Geschmack können von Oktober bis November geerntet werden. Die Quittensorte stammt aus Ungarn und ist für ihre großen Früchte bekannt. Quitten sind seit mehr als 4000 Jahren im Kaukasus in Kultur. Der Name "Quitte" geht auf die Stadt Kydonia auf Kreta zurück.
  • Quitte, "Riesenquitte von Leskovac"
    bereits um 1890 in Serbien entstanden und eigentlich im östlichen Kaukasus und im Transkaukasus zu Hause. Die Riesenquitte braucht normalen Boden und viel Sonne. Ihre leckeren sauren Früchte können im Oktober geerntet werden. Der robuste Strauch hat nur eine Schwäche, Fruchtfäule.
  • Quitte, "Aromatnaya"
    Die Birnenquitte braucht nährstoffreich Böden und ein sonnigen Standort. Die süß-säuerlichen Früchte können von Oktober bis November geerntet werden.
  • Marone,der Sorte "Bouche de Betizac"
    Die besten europäischen-japanischen Kreuzungen in Deutschland. Die Esskastanie braucht leicht säuerlichen Lehmboden und Sonne. Die Maronen können von September bis Oktober geerntet werden und sind besonders geschmacksvoll. Der kleine Baum ist pflegeleicht und dient als Bestäuber anderer Sorten.
  • Marone,der Sorte "Marlhac"
    Marlhac ist das Schwergewicht unter den Maronen. Sie braucht saueren, kalkfrei und nährstoffreichen Boden und Sonne, um ihre aromatischen Maronen entwickeln zu können. Die Esskastanie stammt aus Frankreich und liebt Plätze mit warmer Erde. Die Ernte kann von September bis November eingeholt werden
  • Marone,der Sorte "Marigoule"
    Der stärker wachsende Esskastanie kommt aus Frankreich zu uns. Der Baum ist recht anspruchslos. Er liebt humos, nährstoffreichen, feuchten und leicht saueren Boden. An einem sonnigen bis halbschattigen Standort fühlt er sich am wohlsten. Die leicht süßlich schmeckenden Baumfrüchte können von September bis November geerntet werden.
  • Asimina
    Die Indianerbanane schmeckt leicht nach Banane, Melone und Mango. Der Strauch braucht es sandig-lehmig, feucht, humos, neutral bis schwach alkalisch. Viel Sonne liebt die aus Nordamerika stammende Frucht. Das Fruchtfleisch kann wunderbar zu Säften, Milchshake oder andere Süßspeisen verarbeitet werden.
  • Asimina, "Rebeccas Gold"
    Die Sorte wurde in Kalifornien selektiert und zeichnet sich durch ihre extreme Winterhärte aus. Ansonsten ist die Indianerbanane wie ihre Artgenossen recht anspruchslos.
  • Haselnuss
  • Apfel
  • Aronia

Anbau

Der Anbau ist auf jede einzelne Sorte abgestimmt. Die einen Pflanzen benötigen viele Nährstoffe, die anderen sind eher anspruchslos. Das Ziel ist mit Kompost und Mist minimal zu Düngen, so dass der Boden nicht negativ beeinflusst wird. Ein zentrales Thema ist die kontinuierliche Versorgung mit Wasser. Es zeigt sich, dass besonders Jungpflanzen die heutigen Trockenperioden schlecht überstehen.

Methoden
  • Rhabarber
    Den Boden tiefgründig umgraben. Wurzelunkräuter gründlich entfernen. In sandige Böden reichlich Laubhumus einarbeiten, so kann der Boden besser Wasser speichern. Frisch gesetzte Staude gründlich gießen. Um die Pflanze herum Kompost in den Boden einarbeiten, der zusätzlich mit einer Hand voll Hornspäne angereichert werden kann. Die Pflanze brauch 1qm Beetfläche und gepflanzt wird im Herbst.
  • Stacheldrahtrose
    Die Rosen im Herbst pflanzen und gründlich und kontinuierlich bis zum Winter wässern. Die Wurzeln anschneiden, um das Wachstum anzuregen. Die Veredlungsstelle sollte 5cm unter der Erde sein. Anhäufen von Erde oder Stroh schützt die Pflanze vor Frostschäden.
  • Johannisbeere
    Die Sträucher sollten im Herbst gepflanzt werden und gründlich gewässert werden. Die Wurzeln anschneiden, um Wachstum anzuregen. Johannisbeeren werden tief und mit 1 Meter Abstand gepflanzt. Um den Ertrag zu erhöhen kann ein Drahtspalier gesetzt werden.
  • Himbeere
    Gepflanzt werden nur Himbeeren mit kräftigen Triebknospen. Ab Oktober kommen die Pflanzen mit mindestens 40cm Abstand in den Boden. Wurzel sollten angeschnitten werden und die Pflanze braucht eine Rankhilfe. Viel gießen und Unkraut entfernen ist ein muss.
  • Brombeere
    Den Boden teifgründig ausgraben, die Wurzeln anschneiden und tief einpflanzen. Brombeeren mit einen Abstand von 80cm pflanzen und eine Rankhilfe aufstellen. Gründlich gießen und Unkraut entfernen.
  • Heidelbeere
    Heidelbeeren immer mit einem Partner pflanzen sonst gibt es keine Beeren. Der Abstand sollte etwa 70cm zueinander sein und die Wurzeln müssen angeschnitten werden. Gegen Frostschäden sollten der Boden angehäuft werden. Immer die Pflanze gut gießen. Gepflanzt wird im Herbst.
  • Mirabelle, Reneklode, Pflaume, Zwetsche
    Der Baum möchte im Herbst gepflanzt werden und Partner zum Bestäuben ist besser. Junge Mirabellen brauchen ein Pfahl damit sie nicht durch den Wind abknickt. Der Abstand zueinander sollte 5m nicht unterschreiten. Der Boden sollte nicht zu tief ausgehoben werden, der Stamm sollte oberirdisch sein. Die Wurzeln anschneiden, gut gießen und frei von Unkraut halten. Düngen nur in Maßen.
  • Walnuss
    Ausreichend Platz von etwa 10 Meter braucht dieser Baum und andere Pflanzen werden durch sein Laub im Wachstum gehemmt. Gepflanzt wir im frühen Herbst um Frostschäden zu verhindern. Wurzeln gut anschneiden, Wässern und den Stamm frei von Erde und Unkraut halten. Ein Pfahl als Stütze ist obligatorisch. Dünger nur in Maßen.
  • Holunder
    Gepflanzt wird in Herbst, Wurzeln anschneiden und gut gießen. Ansonsten anspruchslos.
  • Kiwi
    Die Kiwi wird im Abstand von 4m gepflanzt und ist zweihäusig. Wurzeln schneiden und gut wässern. Ideal wird im Frühherbst gepflanzt. Der Strauch ist eine Rankpflanze und sollte mit Draht gestützt werden.
  • Apfel, Birne, Kirsche, Quitte
    Diese Bäume möchten im Herbst gepflanzt werden und brauchen einen Abstand von 5 Metern zueinander. Wurzeln schneiden, gießen und Stützpfahl ist obligatorisch. Der Stamm muss frei von Erde, Unkraut und Gras sein. Junge Bäume brauchen immer einen Fraßschutz damit die Rinde nicht verletzt wird.
  • Marone
    Diese Bäume möchten im Herbst gepflanzt werden und brauchen einen Abstand von 10 Metern zueinander. Wurzeln schneiden, gießen und Stützpfahl ist obligatorisch. Der Stamm muss frei von Erde, Unkraut und Gras sein. Junge Bäume brauchen immer einen Fraßschutz damit die Rinde nicht verletzt wird. Um die Ernte zu verbessern pflanzt man Maronen immer mit Bestäubern. Ein Weißanstrich ist wichtig, damit junge Pflanzen keine dicke Borke entwickeln.
  • Asimina Eine unkomplizierte Pflanze die einfach eingepflanzt wird. Wurzeln schneiden, gießen und Stützpfahl ist obligatorisch. 3 Meter Pflanzabstand sollten eingehalten werden.
  • Haselnuss
    Als Strauch gepflanzt braucht einen Abstand von mindestens 4 Metern. Er wird flach eingepflanzt und gut gewässert. Wurzelschneiden ist obligatorisch.
  • Aronia
    der buschige Strauch wird im Herbst gepflanzt. Der Boden sollte aufgelockert und frei von Unkraut sein. Wurzeln schneiden und gut wässern.

Ein Lageplan, wo und wie angebaut wird, ist zu erstellen. Dabei ist interessant welche Bewässerung und welchen Schutz vor Wild wir verwenden. Zunächst werden alle Jungbäume mit einen Fraßschutz versehen. Zusammen mit der Bewässerung wird ein Wildgatter aufgestellt. Zugangspunkte, Abstände der Reihen und der Pflanzen sind zu bestimmen.

Zaun
  • Wildgatter als spezielle Form des Zauns zum Schutz vor Wild
  • Die Höhe des Zauns sollte min. 1.5 Meter hoch sein.
  • Verzinkte Zäune sind frei von Plastik dennoch witterungsbeständig
  • Ein elektrischen Zaun gibt zusätzlichen Schutz vor Raubtieren. Opt. elektrischen Draht
  • Zugange in Größe der Landwirtschaftlichen Maschinen
  • Zaun geeignet zur Geflügelhaltung

Bewässerung
  • Perlschlauch, geringer Wasserverbrauch, weniger Fäule und geringes Verbrennen der Pflanzen durch die Sonne
  • unterirdisches Verlegen regt das Wurzelwachstum
  • partielle verringert Unkraut
  • Eine automatische Bewässerung verhindert übermäßiges Bewässern und schützt vor Trockenheit
  • Bewässerung mit gespeicherten Oberflächenwasser, der Umwelt zu liebe.

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Pflege

Die Pflege sollte natürlich so kostengünstig wie möglich sein. Aufwendige Stützen, Abdeckungen oder Schnittmethoden sollten vermieden werden. Hierbei ist es von Vorteil alte Pflanzensorte zu verwenden, die unbedingt ihr eigenes Gewicht tragen können. Aufwendige Pflege wie zum Beispiel der Rebschnitt gilt es so gering wie möglich zu halten. Allgemein ist der Schnitt auszuführen, dass Bäume nicht in die Höhe wachsen und so ohne großartig technischen Aufwand gepflegt und geerntet werden können. Die Ernte wird per Hand ausgeführt, technische Maschinen sind dafür nicht vorgesehen

Pflege
  • Rhabarber
    Im März mit Kompost und Hornspänen düngen. Mai und im Juni ausreichend Nährstoffe und Wasser. Kein Winterschutz notwendig. Immer Blüten entfernen.
  • Stacheldrahtrose
    Schnitt über einem nach außen stehenden Auge (Austrieb) durchführen. Düngen im März, Hornspänen und Kompost. Im Winter mit Stroh schützen. Blätter und Unrat während des Wachstums entfernen, so das die Blätter trocken sind.
  • Schwarze Johannisbeere
    Cassis wächst nicht wie Johannisbeeren. Sie haben den größten Ertrag an den einjährigen Ästen. Wichtig ist das regelmäßige Auslichten der Bodentriebe und der schwachen Seitentriebe. Der Schnitt ist einfach. Nach der Ernte werden schwache Triebe ausnahmslos entfernt. Die Hauptäste werden im Frühling eingekürzt und zwar oberhalb des zweiten oder dritten langen Seitentriebs. Die ältesten Haupttriebe werden auch bei Cassis vollständig entfernt. Eine Mulchschicht unter den Sträuchern mögen Johannisbeeren mehr als eine Bearbeitung des Bodens.
  • Rote Johannisbeere
    Johannisbeeren werden im Sommer nach der Ernte geschnitten. Alte verholzte Triebe werden sauber und senkrecht in Bodennähe abgeschnitten. Beeren tragen hauptsächlich zwei bis dreijährige Hauptäste. Die Haupttriebe sollten auf 3 bis 4 kräftige Äste reduziert werden. Eine Mulchschicht unter den Stamm mögen Sie mehr als eine Bearbeitung des Bodens.
  • Himbeere
    Himbeeren sind flach wurzelnde Pflanzen, daher ist es sinnvoll, regelmäßig zu mulchen. So wirkt man Unkrautwachstum und Feuchtigkeitsverlust vor, ohne den Boden aufhacken zu müssen. Sommerhimbeeren tragen die Früchte am zweijährigen Holz. Vor dem Winter werden deshalb nur die Ruten geschnitten, die in diesem Jahr bereits getragen haben. Eine Mulchschicht unter den Stamm mögen Sie mehr als eine Bearbeitung des Bodens.
  • Brombeere
    Brombeere ist ein Halbstrauch, der die Früchte am zweijährigen Holz trägt. Waagerechte Triebe bilden mehr Blüten und Früchte aus. Sie haben die Möglichkeit die diesjährigen Triebe dazwischen zu ziehen, oder die Fruchttriebe zur einen Seite und die Jungtriebe zur anderen Seite zu binden. Die abgeernteten Triebe werden dann bodennah abgeschnitten. So bekommt man im nächsten Jahr wieder kräftige und gesunde Jungtriebe.
  • Heidelbeere
    Heidelbeersträucher brauchen nur selten einen Verjüngungsschnitt. Es reicht völlig aus, diesen alle vier bis fünf Jahre vorzunehmen. Dabei werden die alten Triebe, die nur wenige Blüten haben, kurz über dem Boden abgeschnitten. Neue und jüngere Triebe bleiben unbeschnitten.
  • Mirabelle
    Um einen guten Fruchtertrag zu gewährleisten, sollte man die Mirabelle im Frühjahr auslichten. Beim Schnitt werden ein Mitteltrieb und drei bis vier Seitentriebe stehengelassen, die später viele Früchte tragen. Langtriebe, die in der Krone kaum blühen, sollten zurückgeschnitten werden. Kleine Seitentriebe werden während des Sommers und nach der Ernte herausschneiden. Der Stamm sollte frei von Gras und Unkraut sein.
  • Reneklode
    Renekloden benötigen für einen guten Ertrag einen Wind/Winterschutz. Eine Mulchschicht ist zu empfehlen, verhindert Unkraut und Gras. Nach der Ernte ist es Zeit für den Erhaltungsschnitt. Dabei werden steil stehende und in das Kroneninnere hineinwachsende Triebe entfernt. So stellen diese keine Konkurrenz zum Leittrieb dar und ein guter Fruchtertrag wird gewährleistet.
  • Walnuss
    Der Walnussbaum ist relativ anspruchslos. Im Frühjahr nur in Maßen düngen. Die Rinde junger Walnussbäume im Winter mit einem Weißanstrich oder einer Schilfmanschette vor Frostrissen schützen. Grundsätzlich ist beim Walnussbaum kein Rückschnitt nötig. Es kann ein Form- oder Erziehungsschnitt im Zeitraum von Mitte Juli bis Mitte September erfolgen. Erfolgt der Schnitt im Frühjahr, bluten die Schnittwunden sehr stark und verheilen nur langsam. Im Kronenbereich werden jeden zweiten Trieb auf Höhe einer Gabelung je nach Astlänge um höchstens 1.5m eingekürzt. Außerdem sollte die in Konkurrenz zum Mitteltrieb stehenden Seitentriebe entfernen werden.
  • Holunder
    Für ein starkes Wachstum sollte genügend gewässert und eine Mulchschicht um den Strauch gelegt werden. Ein regelmäßiger Schnitt bewirkt ein Jahr für Jahr größere Ernte. Nach der Ernte werden alle abgeernteten Fruchttriebe bis zum nächsten Ast zurückgeschnitten. Fürs nächste Jahr die kräftigsten neuen Ruten stehen lassen. Alte und schwache Triebe an ihrem Ursprung sauber abschneiden.
  • Kiwi
    In den ersten Jahren ist die Pflanze sehr frostanfällig, daher wird eine Reisigabdeckung empfohlen. Die Pflanze ist sehr nährstoffhungrig.
  • Kirsche
    Kirschbäume mit Hilfe von Netzen oder anderen Hilfsmitteln vor Vögeln schützen. Der Baumschnitt an Bäumen kann im Winter erfolgen. Insbesondere sehr alte Kirschbäume sollten radikal geschnitten werden.
  • Pflaume
    Eine Mulchschicht ist zu empfehlen. Risse, Flechten und Moose oder abblätternde Rinde sollten mit einer Drahtbürste behandelt und Anschließend kann der Stamm mit Kalk oder einer speziellen Baumfarbe angestrichen werden. Der Schnitt sollte direkt nach der Ernte erfolgen. Tote, kranke, nach innen und überkreuzende Äste sind zu entfernen.
  • Zwetsche
    s.Mirabellen
  • Birne
    Der Auslichtungsschnitt, hierfür sollten trockene, nach innen stehende oder sich überkreuzende Äste und Konkurrenzäste zum Mittelast abgeschnitten werden. Je mehr Licht das Geäst durchdringt, desto ertragreicher wird der Baum. Damit der Birnen nicht nur alle zwei Jahre trägt, werden im Sommer kleine Birnen an den Fruchtbüscheln entfernt und nur je ein bis zwei Früchte beibehalten. Diese entwickeln sich dann umso kräftiger. Gegen Birnengitterrost empfiehlt es sich Wacholder zu pflanzen.
  • Quitte
    Auslichtungsschnitt ist nur selten nötig und erfolgt meist erst nach vielen Jahren. Sonst einfache Pflege.
  • Marone
    In den ersten Jahren müssen Edelkastanien nicht geschnitten werden und sollten ihrem Wuchs überlassen werden. Danach können sie jederzeit ausgelichtet werden. Dabei werden alle dürren oder kranken Äste entfernt. Eine Mulchscheibe ist empfehlenswert. Ein Weißer Anstrich schützt vor Frostrissen am Stamm.
  • Asimina
    In den ersten 3 Jahren ist ein Schnitt verboten! Aber die Fruchtansätze sind zu entfernen, damit die Pflanze gut wachsen kann.
  • Haselnuss
    Haselnüsse vertragen einen radikalen Rückschnitt, allerdings sollten dieser nach der Ernte vorgenommen werden, da sonst keine Erträge zu erwarten sind.
  • Apfel
    Apfelbäume werden einem Pflanz- sowie einem Auslichtungsschnitt nach der Blüte unterzogen. Jährlich sollte ein starker Auslichtungsschnitt erfolgen. Wird dies nicht vorgenommen, entsteht die so genannte „Alternanz“. Es empfiehlt sich, nach dem natürlichen Fall einiger kleiner Äpfel im Juni weitere Äpfel zu entfernen, damit die verbleibenden Früchte sich besser ausbilden können. Zur Vorbeugung von Apfelwickler sollte lose Rinde vom Baum entfernt werden, damit keine Verstecke möglich sind.
  • Aronia
    Die anspruchslose Aronia benötigt kaum Pflege. Aufbauschnitt sollte in den ersten Standjahren durchgeführt werden. Für den Aufbauschnitt werden zu eng stehende Triebe entfernt.

Ernte
  • Rhabarber
    Die Rhabarberstangen an der Knolle abrechen, nicht schneiden. Die Blätter als Dünger verwenden.
  • Stacheldrahtrose
    Die beste Zeit zur Ernte ist am frühen Morgen, wenn der Tau bereits verdunstet ist, und die Blüten ihr volles Aroma verströmen. Zu dieser Zeit ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Je reifer die Blüte ist, umso süßlicher ist der Geschmack. Die fragilen Blüten werden sofort eingefroren, verarbeitet oder getrocknet.
  • Johannisbeere
    Beeren oder Dolden werden vorsichtig abgestriffen. Es empfiehlt sich die Früchte zur Weiterverarbeitung kurz zu frosten, so lösen sich Büschel und Stängel leichter. Für Konfitüren oder Gelees werden die Beeren früher geerntet.
  • Himbeere, Brombeere & Heidelbeeren
    Sie werden nach und nach geerntet wenn sie reif sind. Vorsicht mit den Dornen. Die Beeren werden vom vorsichtig vom Stift abgelöst. Sollte sich es nicht lösen ist die Frucht nicht reif.
  • Mirabelle
    Zum Ernten kann man die kleinen Früchte direkt vom Baum pflücken. Wird jedoch gleich größere Mengen geerntet, so kann man den Baum schütteln und die herunterfallenden Früchte mit Netzen oder Tüchern auffangen.
  • Reneklode
    Es ist schwer zu erkennen wenn sie reif sind. Einfach in die Frucht beißen und bei gewünschten Reifegrad ernten. Die Renekloden vorsichtig ernten, so dass sie nicht verletzt werden.
  • Walnuss
    Die Wallnuss kann grün oder als Nuss geerntet werden. Die grünen Nüsse werden direkt vom Baum geerntet und die reifen Nüsse vom Boden aufgelesen. Hin und wieder können reife Nüsse von Raupen und Würmern befallen sein.
  • Holunder
    Die Blüten können samt Rispe direkt vom Zweig gelesen werden. Aber dann gibt es keine Beeren. Die Blüten müssen direkt verarbeitet werden. Die Beeren werden ebenso geerntet.
  • Apfel, Birne, Quitte, Kiwi
    Die Frucht wird direkt vom Strauch gepflückt.
  • Kirsche
    Kirschen erntet man mit Stiel, damit sie im Gefäß und beim Waschen nicht saften.
  • Pflaume & Zwetsche
    Damit die Früchte nicht saften, ist Vorsicht beim Pflücken geboten. Pflaumen weisen einen weißen Flaum auf der Oberfläche auf. Damit die Früchte später lagern können, sollte man diesen Film erst kurz vor dem Verzehr abwaschen.
  • Marone
    Die Maronen müssen aufgelesen werden. Die Schalen werden von der Nuss getrennt.
  • Asimina
    Der richtige Erntezeitpunkt der Früchte ist gekommen, wenn sich die grüne Schale ein wenig aufhellt. Da nicht alle Früchte gleichzeitig reif werden, sind in der Regel mehrere Durchgänge nötig. Die geernteten Früchte mit Vorsicht behandeln, denn sie bekommen sehr leicht Druckstellen.
  • Haselnuss
    Es sollten nur reife Nüsse durch Schütteln des Strauchs geerntet werden, da vorzeitig geerntete Haselnüsse schrumpfen und sich nicht lange halten. Nach zwei bis dreimaligem Abschütteln im Abstand von etwa drei Tagen ist die Ernte beendet. Nach dem Aufsammeln werden die Nüsse von dem Rest der Hüllblätter befreit und in einem luftigen trockenen Raum auf Holzrosten zum Trocknen ausgebreitet.
  • Aronia
    Zur Zeit der Fruchtreife sind die Beeren gut ausgefärbt und bissfest. Der kompakte Wuchs der Sträucher, macht das Ernten der Aroniabeeren leicht.

PHASE II

Phase 2 ist die Verarbeitung der erzeugten Früchte der Landwirtschaft. Fragen der Reinigung und Auslese von Erzeugnissen sowie Garmethoden und Verpackung dieser sind ein zentraler Punkt. Welche Früchte angebaut werden und was daraus gemacht werden soll, sind natürlich in Phase 1 bereits geklärt worden.

Reinigung und Auslese

Grundsätzlich muss jedes Lebensmittel vor der Verarbeitung gereinigt und ungenießbare Pflanzenteile entfernt werden. Wir sagen, nicht nur ungenießbar sonder auch Teile, die den Geschmack negativ beeinflussen werden entfernt. Für die Reinigung schreibt das Gesetz Trinkwasser vor. Um unnötig viel Trinkwasser zu verbrauchen, reinigen wir erst mechanisch und dann mit Wasser. Die Waschstation ist separat von Spülen und Verarbeitungsräumen aufzustellen, um ungewollte Verunreinigungen und Kontaminationen zu vermeiden. Des Weiteren achten wir auf Trennung von den Reinigungsbereichen Tier und Pflanze. Abfallprodukte werden ausschließlich dem landwirtschaftlichen Kreislauf zurückgeführt.

Reinigung
  • Rhabarber
    Blätter entfernen, waschen, ggf. schälen
  • Stacheldrahtrose
    nur von groben Schmutz befreien
  • Johannisbeere
    Rispen und Büschel entfernen und waschen
  • Himbeere, Brombeeren, Heidelbeere, Aronia
    von Verunreinigungen befreien
  • Mirabelle, Renekloden, Pflaume, Zwetsche Die Früchte vom Strunk befreien. ggf. den Pflaum abreiben und waschen
  • Walnuss
    Grüne Walnüsse vom Strunk befreien und gründlich waschen. Reife Walnüsse von restlichen Fruchtfleisch befreien, um Schimmel vorzubeugen.
  • Holunder
    Blüten weitestgehend von der Rispe abschneiden und direkt verarbeiten. Die Beeren von der Rispe streifen und waschen.
  • Kiwi
    mit Vorsicht behandeln und waschen
  • Kirsche
    Krische mit Strunk waschen und erst dann Strunk entfernen.
  • Birne, Apfel, Quitte
    Das Obst von Verunreinigungen und Strunk befreien und waschen.
  • Marone
    von der Fruchtschale befreien und grob reinigen
  • Asimina wird geschält
  • Haselnuss von der Fruchtschale befreien und grob reinigen

Es ist sofort zu erkennen, dass ein gewisser Platz benötigt wird. Anschlüsse, Becken, Schläuche und Co. müssen nach der Hygieneverordnung eingebaut werden.

Armaturen
  • Wasseranschluss warm und kalt
  • Abstellflächen, Selektionsfläche
  • min. zwei große Becken
  • Schläuche
  • Siebe, Durchschläge, Co.
  • opt. Schälmaschine
  • opt. Entkerner
  • Transportbehälter groß, rollbar

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Lagerung

Grundsätzlich ist ein Trocken- und Kühllager vorgeschrieben. Zucker, Salz und Mehl wollen trocken gelagert werden. Die rohe Frucht und auch das erzeugte Endprodukt behält seine Qualität im gekühlten Zustand länger. Einige Endprodukte, wie Fruchtmark für Eis werden eingefroren. Frische und Qualität ist hierbei unser höchstes Anliegen.

Trockenlager
  • trocken
  • dunkel, kühl
  • Belüftung
  • leicht zu reinigen
  • Regale
  • Ungezieferschutz

Kühlraum
  • Temperatur Obst & Gemüse
  • Temperatur tierische Produkte
  • Tiefkühlbereich
  • leicht zu reinigen
  • Regale
  • Ungezieferschutz

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Verarbeitung

Hier wird geschnippelt und gekocht. Daher müssen hohe Standard an die Hygiene gestellt werden. Handwaschbecken, Spülbecken für Geschirr und für Lebensmittel müssen klar getrennt sein. Herde und Öfen brauchen eine Abzugshaube. Arbeitsflächen zum Scheiden und abfüllen sind selbstverständlich.

Produktion
  • abwaschbar & leicht zu reinigen
  • Handwaschbecken mit Seife
  • Spülbecken Geschirr
  • Spülbecken Lebensmittel
  • Herdplatten, Ofen, Kipper, Dampfgarer,...
  • Abzugshaube
  • Arbeitsplatten und Werkzeug

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Verpacken

Eine schöne Verpackung ist der krönende Abschluss. Das lecker Lebensmittel brauch einen Namen und ein Geburtstag. Etiketten müssen auf die Gläser, Schachteln und Co. Dafür ist ein separater Raum ideal. Keine Kochdüfte, kein Schmutz. Eigentlich brauch man nur eine Arbeitsplatte, Stühle und Schreibtischbedarf.

PHASE III

Jetzt wird es tierisch. Die ersten Überlegungen Nutztiere zu halten werden gemacht. Die wichtigste Frage ist, was fressen die Tiere und wieviel? Die Idee einer eigenen Futterproduktion ist zu betrachten. Welche Tiere können gehalten werden und welche Tiere können symbiotisch zusammen leben.

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